DVB T2, DVB-T, DVB-C und DVB-S

DVB T2, DVB-T, DVB-C und DVB-S sind alles Abkürzungen für Übertragungstechniken des Fernsehsignals.

 

DVB-T2

DVB-T2 beschreibt den neuen Standard für Antennenfernsehen in HD-Qualität und ist der Nachfolger von DVB-T (Digital Video Broadcasting – Terrestrial). Im Vergleich zu DVB-T bietet DVB-T2 eine bessere Bildqualität, einen besseren Empfang sowie mehr Programme. Zudem werden die terrestrisch übermittelten Fernsehprogramme erstmals in Full-HD-Auflösung übertragen. Dies ist möglich, weil DVB-T2 in Deutschland mit dem Video-Codierformat HEVC kombiniert wird. Damit bietet DVB-T2 nicht nur ein besseres Bild als der Vorgänger-Standard, sondern auch als Kabelfernsehen (DVB-C).

 

DVB-T2 unterstützt den Hybrid-TV-Standard HbbTV, der TV-Programme mit ergänzenden Inhalten aus dem Internet kombiniert. Wer DVB-T2 empfangen möchte, braucht einen DVB-T2-fähigen Fernseher, ein DVB-T2 HD-Receiver sowie eine DVB-T-Antenne.

 

Mit DVB-T2 stehen rund 40 Programme in HD-Qualität zur Verfügung. Darunter sind 20 Privatsender sowie 20 öffentlich-rechtliche Sender. Mit Freenet TV Connect erhält der Kunde zudem Zugriff auf Mediatheken, Apps und On-Demand-Dienste. Insgesamt werden 40 weitere Programme wie Doku-, Sport oder Unterhaltungs-Sender angeboten.

 

DVB-T

DVB-T beschreibt den veralteten Standard für terrestrisches Digitalfernsehen. Bei DVB-T werden die TV-Signale von vielen kleinen Sendestationen innerhalb der Erdatmosphäre gesendet. Weil Antennenfernsehen sowohl innen als auch außen möglich ist, wird der Standard auch gerne als „Überallfernsehen“ bezeichnet. Im März 2017 wurde DVB-T durch DVB-T2 ersetzt.  

 

DVB-C

DVB-C steht für Digital Video Broadcasting – Cable; allgemein bekannt als Kabelfernsehen. TV-Programme werden hierbei via Kabel digital verbreitet. Voraussetzung für DVB-C ist ein Kabelanschluss sowie ein entsprechendes Empfangsgerät.

 

Im Vergleich zu DVB-T2 und DVB-T bietet Kabelfernsehen ein etwas umfangreicheres Programm-Angebot. Je nach Anbieter stehen um die 100 digitale Sender, davon rund 70 frei empfangbar sowie um die 40 HD-Sender, circa 15 davon frei empfangbar zur Verfügung. Ebenfalls im Angebot enthalten sind diverse TV-Mediatheken und Pay-TV-Pakete für Sport, Unterhaltung oder Reportagen.

 

Im Gegensatz zum Antennen- und Satelliten-Fernsehen wird bei Kabelfernsehen die Bildqualität bei Gewittern oder Unwettern nicht sehr beeinträchtigt. Bei Starkregen und Gewittern kann es dennoch zu leichten Bildstörungen kommen.

 

DVB-S

DVB-S (Digital Video Broadcasting – Satellite) ist der digitale Verbreitungsweg von TV-Signalen über Satellit. Dafür werden ein Fernseher sowie ein Sat-Receiver benötigt. Über Satellit können deutlich mehr Sender empfangen werden als über Kabel oder Antenne. Inklusive ausländischer Programme bietet die Senderliste mehrere hundert Programme – sowohl in Standard- als auch in HD-Qualität.