DVB-T2-Stick: Mobiles Antennenfernsehen für Tablet, Laptop und Smartphone

DVB-T2 beschreibt den neuen Standard für Antennenfernsehen in HD-Qualität. Um das Angebot auch mobil zu nutzen – egal ob mit dem Laptop, Tablet oder Smartphone – braucht es einen DVB-T2-Stick. Diese Sticks werden in das Empfangsgerät gesteckt, die Software installiert sich in der Regel von alleine. Und schon kann der Nutzer HD-Fernsehen über DVB-T2 auch unterwegs genießen. Aber: Einige Sticks können nur die unverschlüsselten Sender empfangen, andere Modelle brauchen wiederum zusätzliche Software.

 

Antennenfernsehen mobil machen

Antennenfernsehen wird meist stationär am heimischen Fernsehgerät genutzt. Über einen DVB-T2-Stick lässt sich das Fernsehangebot auch mobil nutzen. Dank wachsender Displaygrößen und optimierten Bildschirmauflösungen lässt sich terrestrisches Antennenfernsehen komfortabel auf dem Smartphone, Tablet oder Notebook ansehen. Der neue Standard DVB-T2, der ab Frühjahr 2017 die alte DVB-T-Technik ersetzt, bietet bis zu 40 Sender in HD-Qualität. Vertrieben wird DVB-T2 unter der Marke freenet TV.

 

Vorteile

DVB-T2-Sticks bieten einige Vorteile – auch gegenüber mobilem Fernsehen via Mobilfunk.

  • Die Nutzung eines DVB-T2-Sticks ist unkompliziert und komfortabel. Einfach über USB oder micro-USB einstecken, Software installieren (diese startet meistens automatisch) und im Garten, beim Campen oder im Zug die Lieblingssendung schauen.
  • Die Sticks sind kompakte Mini-Receiver, die teilweise Funktionen bieten wie EPG, Direktaufnahme oder zeitversetztes Fernsehen.
  • Die Sticks übertragen das digitale TV-Programm mit bis zu 1080p.
  • Die Sticks können ohne laufende Kosten oder ohne Abschluss eines Tarifs genutzt werden. Die öffentlich-rechtlichen Sender werden über DVB-T2 unverschlüsselt übertragen. Das heißt, sie sind frei zugänglich. Für die privaten Sender, die verschlüsselt übertragen werden, ist hingegen ein Cl+ Modul nötig sowie ein Entschlüsselungs-Gutschein. Dieser Gutschein kostet im Jahr 69 Euro.

 

Nachteile

So praktisch DVB-T2-Sticks sein können, sie haben auch einige Nachteile:

  • Einige Sticks werden als "DVB-T2 HD ready" ausgeliefert. Das heißt, dass sie theoretisch den neuen Standard DVB-T2 unterstützen. Praktisch können sie aber kein Antennenfernsehen empfangen, weil die HEVC (H.265)-Decoder-Software fehlt. Diese muss extra heruntergeladen oder per Software-Upgrade hinzugefügt werden.
  • Viele DVB-T2-Sticks empfangen nur die unverschlüsselten Sender – also die öffentlich-rechtlichen Programme.
  • DVB-T2-Sticks sind klein und praktisch. Das hat viele Vorteile, aber auch einen großen Nachteil: Je kleiner die Sticks gebaut sind, desto geringer ist die Empfangsleistung. In Ballungsgebieten wird der Nutzer wahrscheinlich nicht viel davon merken. Aber in Randgebieten oder im ungünstigen Gelände kann es passieren, dass das Fernsehen nicht mehr empfangbar ist. Auch während der Fahrt mit dem Auto oder Zug kann es bei manchen Sticks zu Störungen kommen.

 

Kosten

Da gerade erst auf DVB-T2 umgestellt wird, ist die Auswahl an entsprechenden Sticks noch nicht allzu groß. Die Modelle, die bereits auf dem Markt sind, kosten zwischen 40 und 100 Euro. Bei den teureren Modellen handelt es sich in der Regel um Hybrid-Sticks, die neben Antennenfernsehen auch Kabelfernsehen empfangen.